Warum Datensouveränität heute entscheidend ist

Datensouveränität als strategischer Erfolgsfaktor - der Schweizer Standort gewinnt weiter an Bedeutung

Datensouveränität ist für viele Unternehmen kein theoretisches Thema mehr. Es geht um Vertrauen, Rechtssicherheit und darum, im entscheidenden Moment handlungsfähig zu bleiben. In einer Zeit wachsender geopolitischer Spannungen, extraterritorialer Gesetzgebung und stetig steigender regulatorischer Anforderungen rückt nicht mehr nur die technische Sicherheit von Daten in den Fokus.

Immer stärker stellt sich die grundlegende Frage: Wem gehören Unternehmensdaten und wer kann im Ernstfall darauf zugreifen?

Für mich bedeutet Datensouveränität nicht nur, wo ein Server steht, sondern vor allem auch, wer im Ernstfall die Kontrolle hat. Wenn Kundendaten nicht eindeutig zugeordnet werden können und der Zugriff nicht klar geregelt ist, erfüllt dies nicht die Anforderungen an eine souveräne Lösung. Die Schweiz bietet hier einen entscheidenden Vorteil: Politische Stabilität, hohe Datenschutzstandards und verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen schaffen das sichere Umfeld, in dem Unternehmen die Kontrolle über ihre Daten selbstbestimmt gestalten können. Vor allem für Unternehmen mit sensiblen Daten, kritischen Geschäftsprozessen oder hohen Compliance-Anforderungen gewinnt dieser Aspekt zunehmend an strategischer Relevanz.

Als Schweizer IT-Dienstleisterin setzt ITpoint konsequent auf Lösungen, bei denen Daten ausschliesslich in der Schweiz verarbeitet werden. So bieten wir beispielsweise mit ORIA eine Cloud-Plattform, bei der sämtliche Daten in der Schweiz verbleiben und Schweizer Recht Anwendung findet. Dies schafft Klarheit und reduziert die Risiken, insbesondere für sensible Anwendungen. Damit schützen wir unsere Kunden nicht nur vor ungewollten Zugriffen durch ausländische Behörden oder Rechtsansprüche, sondern stärken auch ihre unternehmerische Unabhängigkeit und Resilienz.  

Dabei geht es uns nicht darum, globale Cloud-Anbieter generell auszuschliessen. In manchen Fällen können dort jedoch Daten und Prozesse eine Abhängigkeit darstellen, die ein Risiko birgt. Genau dort positionieren wir ORIA als Schweizer Fundament für Unternehmen, die Verantwortung nicht auslagern und die volle Kontrolle über ihre Daten behalten wollen – transparent, nachvollziehbar und rechtlich abgesichert.

Wichtig ist zu verstehen, dass Cloud-Entscheidungen heute Macht-Entscheidungen sind: Wer die Rechtsgrundlagen, die für die Verarbeitung seiner Daten gelten, nicht kennt, läuft Gefahr, unternehmerische Kontrolle abzugeben. Genau diese Kontrolle holt ORIA bewusst zurück in die Schweiz. Unternehmen, die frühzeitig auf souveräne IT- und Cloud-Strategien setzen, schaffen damit die Basis für nachhaltiges Wachstum in einem zunehmend komplexen digitalen Umfeld. Datensouveränität ist damit weit mehr als eine reine Compliance-Anforderung: Sie bildet ein zentrales Fundament für Vertrauen, Risikominimierung und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.  

Philippe Wettstein, CEO von ITpoint Systems AG