Talente von heute. Profis von morgen.

Veränderungen gehören dazu auch in der Berufslehre. Bei Sharp DX Schweiz gibt es in der Begleitung unserer Lernenden deshalb neue Gesichter: Ibish und Colin übernehmen die Rolle der Berufsbildner und begleiten Simon, Luca, Erik und Ana auf ihrem weiteren Ausbildungsweg.

Was bedeutet dieser Wechsel für die Lernenden? Welche Erfahrungen bringen die neuen Berufsbildner mit, und was wünschen sie sich für die gemeinsame Zeit? Ein Gespräch über persönliche Highlights, wertvolle Vorbilder, offene Kommunikation und die Chancen, die in einem Neuanfang stecken.

Ein Wechsel, der bewegt und verbindet

Als die Lernenden vom Wechsel erfuhren, waren die Reaktionen unterschiedlich. Simon hatte bereits damit gerechnet und nahm die Nachricht gelassen auf. Da er nur noch ein Jahr seiner Lehre vor sich hat und die bisherigen Berufsbildner Joe und Michi weiterhin im Unternehmen sind, überwog bei ihm die Neugier auf das, was Ibish und Colin neu einbringen würden.

Erik hingegen war zunächst überrascht: «Am Anfang war ich schockiert, weil ich gar nicht wusste, dass es so funktioniert und vor allem, dass so ein Wechsel so schnell stattfinden kann.» Inzwischen hat er sich an den Gedanken gewöhnt, auch wenn sich der Alltag anders anfühlen wird, weil er bisher an seine Lehrmeister gewöhnt war.

Luca sieht die Veränderung pragmatisch: «Am Ende des Tages arbeiten wir ja alle immer noch in der gleichen Firma, also ist es auch nicht so dramatisch, wie ich es mir am Anfang vorgestellt habe.»

Drei Reaktionen, ein gemeinsamer Nenner: Ein Wechsel bringt neue Dynamik, aber auch die Möglichkeit, Bestehendes weiterzuführen und neue Beziehungen aufzubauen.

Lernen, ausprobieren und über sich hinauswachsen

Wer die Lernenden nach ihren persönlichen Highlights fragt, merkt schnell: Eine Lehre bei Sharp DX Schweiz besteht aus weit mehr als dem täglichen Lernen von Fachwissen.

Für Simon sind es vor allem die vielen Möglichkeiten, Neues zu entdecken: verschiedene Fachteams kennenlernen, bei unterschiedlichen Projekten mithelfen und praktische Erfahrungen sammeln. Besonders schätzt er, dass er dabei nicht nur zuschauen, sondern selbst Hand anlegen kann.

Luca nennt den Aufbau der eigenen Lehrlingsumgebung als persönliches Highlight. Von der Planung über die Umsetzung bis zur Behebung auftretender Probleme konnte er zahlreiche neue Fähigkeiten entwickeln. Gerade die Herausforderungen waren für ihn wertvoll: «Auch wenn Probleme aufgetaucht sind, war es auch cool, da ich auch noch etwas daraus gelernt habe.»

Erik wiederum hebt die Lehrlingsevents hervor. Sie boten ihm die Gelegenheit, seine Kolleginnen und Kollegen und die Berufsbildner auch abseits des Arbeitsalltags kennenzulernen. Diese persönlichen Begegnungen schaffen Vertrauen und stärken den Zusammenhalt, eine wichtige Grundlage für eine gute Zusammenarbeit.

Wissen weitergeben und Menschen begleiten

Mit Ibish und Colin übernehmen zwei Berufsbildner Verantwortung, die ihre Aufgabe aus unterschiedlichen, aber sich ergänzenden Perspektiven angehen.

Für Ibish steht die Weitergabe seines über Jahre aufgebauten Wissens im Zentrum. Dabei möchte er den Lernenden nicht nur technische Fähigkeiten vermitteln, sondern ihnen auch Werte mitgeben, die sie auf ihrem weiteren Lebensweg unterstützen.

«Als Berufsbildner bildet man nicht nur im Beruf aus, sondern prägt die Lernenden auch in ihren jungen Jahren mit», sagt er. Sein Ziel ist es, die Lernenden sowohl fachlich als auch menschlich auf ihre Zukunft vorzubereiten.

Colin legt besonderen Wert auf persönliche Begleitung und Unterstützung im Alltag. Er weiss, dass jede und jeder während der Lehre eigene Herausforderungen erlebt. Deshalb möchte er präsent sein, ein offenes Ohr haben und den Lernenden die Sicherheit geben, bei Fragen oder Schwierigkeiten auf ihn zuzukommen.

Seine Motivation fasst er so zusammen: «Mein Ziel ist es, dass sie sich gut aufgehoben fühlen und die bestmöglichen Voraussetzungen haben, um ihre Ausbildung erfolgreich abzuschliessen.»

Gute Vorbilder, neue Impulse

Beide Berufsbildner können auf eigene Erfahrungen aus ihrer Lehrzeit zurückblicken und diese prägen ihren heutigen Ansatz.

Ibish erinnert sich an seine eigenen Berufsbildner als Menschen, die ihn nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weitergebracht haben. Ihre Ratschläge haben ihm in vielen Situationen geholfen. Vieles davon möchte er deshalb genauso weiterführen.

Bei Colin war der Kontakt zu seinem damaligen Berufsbildner hingegen eher selten. Gerade daraus hat er eine klare Vorstellung für seine neue Aufgabe entwickelt: regelmässiger Austausch, persönliche Nähe und aktive Begleitung sollen für die Lernenden selbstverständlich sein.

Die beiden Perspektiven zeigen, wie wertvoll unterschiedliche Erfahrungen sein können. Gute Berufsbildung bedeutet nicht, einen einzigen Weg vorzugeben, sondern aus Erlebtem zu lernen und die eigene Rolle bewusst zu gestalten.

Offenheit und gegenseitige Unterstützung

Was braucht es, damit die Zusammenarbeit zwischen Lernenden und Berufsbildnern gelingt? Für Luca ist die Antwort persönlich: «Als Insider-Tipp würde ich sagen, dass sie auf neue Lehrlinge achten sollen, da ich am Anfang meiner Lehre schon ein bisschen mehr Unterstützung gebraucht habe im Vergleich zu jetzt.»

Sein Hinweis macht deutlich, dass Lernende je nach Ausbildungsstand unterschiedliche Bedürfnisse haben. Während die einen bereits selbstständig Projekte umsetzen, benötigen andere noch mehr Orientierung und Begleitung.

Erik bringt es auf den Punkt: Wenn etwas stört, soll man es ansprechen. Er ist offen für Feedback und Kritik. Eine Haltung, die auch Colin wichtig ist: Er ermutigt die Lernenden, Fragen zu stellen, Hilfe anzunehmen und ihr Wissen miteinander zu teilen.

«Ihr sitzt alle im gleichen Boot und könnt viel voneinander lernen», lautet sein Ratschlag. Denn gerade in der Lehre ist Zusammenarbeit ein entscheidender Erfolgsfaktor. Wer sich gegenseitig unterstützt, kommt oft schneller ans Ziel und lernt dabei gemeinsam.

Der nächste Schritt: Verantwortung übernehmen

Der Blick geht bereits nach vorne. In den kommenden Wochen steht ein konkretes gemeinsames Vorhaben an: Die Lernenden werden beginnen, einen eigenen Kunden zu betreuen, für den sie hauptsächlich verantwortlich sein werden. Die Vorbereitungen laufen, der offizielle Start ist für Oktober geplant.

Das Projekt bietet die Chance, das bisher Gelernte anzuwenden und gleichzeitig neue Verantwortung zu übernehmen. Für die Lernenden bedeutet das, selbstständiger zu arbeiten, im Team Lösungen zu entwickeln und den Berufsalltag aus einer neuen Perspektive kennenzulernen. Für Ibish und Colin ist es eine Gelegenheit, die Lernenden gezielt zu begleiten und ihre Entwicklung mitzuerleben.

Gemeinsam in die nächste Etappe

Der Wechsel in der Berufsbildung markiert einen neuen Abschnitt, nicht nur für Ibish und Colin, sondern auch für Simon, Luca, Erik und Ana. Die Gespräche zeigen, dass unterschiedliche Erwartungen und Erfahrungen kein Hindernis sein müssen. Im Gegenteil: Sie können die Grundlage für eine Zusammenarbeit bilden, in der voneinander gelernt, offen kommuniziert und gemeinsam gewachsen wird.

Und vielleicht ist genau das die schönste Gemeinsamkeit zwischen Lernenden und Berufsbildnern: Beide stehen vor einer neuen Etappe, beide bringen ihre Erfahrungen mit und beide haben die Möglichkeit, diese Reise aktiv mitzugestalten.

Denn eine erfolgreiche Lehre ist nicht nur eine Frage des vermittelten Wissens. Sie lebt von Menschen, die sich gegenseitig unterstützen, Vertrauen aufbauen und gemeinsam daran arbeiten, dass am Ende alle sagen können: Es hat sich gelohnt.