Fortinet Accelerate 2026 in Las Vegas
Las Vegas im März, volle Hallen im Mandalay Bay Convention Center und mittendrin wir: Sabin, Miguel und Ibish. Wir durften zu dritt zur Fortinet Accelerate 2026 reisen und haben vier intensive Tage erlebt, die sich nicht nur nach Konferenz angefühlt haben, sondern nach einem echten Blick in die Zukunft von Security und Networking. Dazu kam eine ordentliche Portion Wettkampf-Atmosphäre!
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5 Tage Mandalay Bay: Keynotes, Tech Expo und direkte Gespräche mit den Teams
Die Accelerate ist jedes Jahr ein Treffpunkt für Kunden, Partner und Fortinet-Expert:innen. 2026 waren es über 4.500 Teilnehmende. Der Event ist so aufgebaut, dass man schnell vom Überblick in die Praxis wechseln kann. General Sessions und Keynotes liefern die Richtung, danach geht es in Sessions, Demos, die Tech Expo und vor allem in viele Gespräche direkt mit den Teams vor Ort.
Ein echter Mehrwert für uns war der direkte Kontakt zu Product Managern und den verantwortlichen Teams. Fragen, die im Alltag sonst oft über mehrere Stufen laufen, konnten wir vor Ort direkt klären. Hintergründe verstehen und Themen einordnen, genau diese Nähe zur Produktstrategie und Roadmap macht einen Event wie Accelerate für uns so relevant.
Ultimate Fabric Challenge: Sabin im Wettkampfmodus
Ein Hauptgrund für die Reise war ganz klar, Sabin bei seiner Titelverteidigung in der Ultimate Fabric Challenge anzufeuern.
Die Stimmung dort erinnert eher an E-Sports als an klassische IT-Events. Tempo, Präzision, Konzentration und richtig viel Support von Kolleg:innen und anderen Partnern. Dieses Jahr hat es leider nicht ganz für den Sieg gereicht, aber Sabin hat einen starken 7. Platz von über 40 Teilnehmenden erreicht. Für uns als Team war das ein Moment, der hängen bleibt. Leistung, Nervenkitzel und echter Zusammenhalt.
Was sich 2026 klar gezeigt hat: Plattformdenken und Betrieb im Fokus
FortiAI und Shadow AI: KI wird Helfer und Risiko-Faktor
Ein grosses Thema an der Accelerate 2026 war AI. Nicht nur als Buzzword, sondern als Trend, der sich klar in Richtung praktische Anwendung bewegt.
Was wir mitgenommen haben: KI hilft beim Betrieb und bei der Security, weil man schneller erkennt, besser priorisiert und mehr automatisiert. Gleichzeitig wird KI zur neuen Angriffsfläche. Stichwort Shadow AI, wenn Mitarbeitende Tools nutzen, ohne dass Security oder IT es wirklich sieht.
Spannend war vor allem, dass KI näher an die Plattformen rückt und teilweise direkt in Geräte und Betrieb wandert. Also genau dahin, wo Entscheidungen und Reaktionen im Alltag stattfinden. Der Tenor in vielen Gesprächen war klar. KI soll Teams unterstützen, nicht ersetzen. Und sie soll Komplexität reduzieren statt neue zu schaffen.
Application Experience: schneller erkennen, ob App, ISP oder Client die Ursache ist
Ein Punkt, der sich durch viele Sessions und Demos gezogen hat, war Transparenz im Betrieb. Wer IT-Verantwortung trägt, kennt die Situation. Eine App ist langsam, aber niemand weiss sofort, ob es an der Anwendung, am Internetpfad oder am Endgerät liegt.
Fortinet zeigt hier klar Richtung bessere Einordnung. Mehr Sichtbarkeit darüber, wie sich wichtige Anwendungen verhalten, und ein Vergleich zu normalem Internet-Traffic. Für uns ist das weniger ein Nice-to-have und mehr eine praktische Hilfe. Schneller abgrenzen, gezielter troubleshooten und weniger Zeitverlust.
SD-WAN Resilienz: Stabile Verbindungen trotz Packet Loss und schwankender Links
Ein weiteres Muster war deutlich. Networking wird immer stärker über User Experience gedacht. Es reicht nicht, dass ein Standort online ist. Entscheidend ist, ob kritische Anwendungen stabil laufen, auch wenn die Leitungsqualität schwankt.
Gerade im SD-WAN-Umfeld ging es in mehreren Gesprächen darum, wie man mit Paketverlust, instabilen Pfaden oder wechselnder Qualität besser umgehen kann. Unser Eindruck. Fortinet investiert gezielt in Mechanismen, die die Zuverlässigkeit erhöhen, nicht nur in Durchsatz und Speed.
SASE Bundles und zentrales Management: Skalieren ohne neue Tool-Landschaft
SASE war nicht nur ein Marketing-Schwerpunkt, sondern wurde inhaltlich sehr konkret. Die zentrale Frage war, wie sich Secure Access und Secure Networking so gestalten lassen, dass es konsistent, skalierbar und zentral steuerbar bleibt.
Das passt zu dem, was wir auch ausserhalb von Accelerate sehen. Unternehmen wollen moderne Security-Architekturen, aber nur wenn sie sich im Alltag einfach managen lassen und nicht zu einer neuen Tool-Landschaft führen. Die Richtung ist klar. Mehr Plattform, weniger Insellösungen.
Endpoint-Konsolidierung: Weniger Agenten, mehr durchgängige Kontrolle
Auch beim Thema Endpoint und Secure Access war der Trend deutlich. Konsolidierung. Weniger einzelne Komponenten, mehr integrierte Funktionen und eine bessere Steuerung über zentrale Management-Ansätze.
Das klingt banal, ist aber in der Praxis entscheidend. Security muss heute nicht nur stark sein, sondern vor allem betreibbar. Besonders in hybriden Arbeitsmodellen, in denen Stabilität und Benutzererlebnis genauso zählen wie Policies.
OT Security: Segmentierung, Sichtbarkeit und Legacy-Systeme als Realitätstest
Neben KI war OT Security ein zweiter Schwerpunkt, der sich durch viele Gespräche und Inhalte gezogen hat. OT, also die Absicherung von Produktionsumgebungen, Industrieanlagen und kritischer Infrastruktur, gewinnt massiv an Bedeutung, weil IT und OT immer stärker zusammenwachsen.
Fortinet positioniert sich hier als Marktführer im OT-Bereich, und für uns ist klar. ITpoint will in diesem Umfeld mehr machen. Genau deshalb war es wertvoll, die Trends und Pain Points aus erster Hand zu hören. Sichtbarkeit, Segmentierung, Schutz von Legacy-Systemen und Lösungen, die im Betrieb realistisch umsetzbar sind.
Unser Fazit: Plattformdenken, Automatisierung und ein Team-Moment, der bleibt
Für uns war Accelerate 2026 mehr als eine Update-Show. Es war ein klares Signal, wohin sich der Markt bewegt.
Weniger Einzellösungen, mehr Plattformdenken. Mehr Automatisierung, mehr KI-Unterstützung. Und Security, die sich stärker in Netzwerk und Betrieb integriert.
Gleichzeitig bleibt es menschlich. Austausch, Community und ein Team-Moment wie bei Sabins Challenge, der zeigt, was möglich ist, wenn Know-how und Motivation zusammenkommen. Vielen Dank für die Möglichkeit es war für alle sehr lehrreich und spannend!

