IBM Power bleibt ein Wachsturmsmarkt

Das Cloud- und Managed-Services-Konzept von ITpoint hat sich bislang auf das Betriebssystem IBM i konzentriert. Mit der neuen POWER9-Server-Generation werden nun zusätzlich die Betriebssysteme AIX und «Linux on Power» als Managed Service nach dem Cloud-Modell bereitgestellt. Im Interview mit dem Midrange Magazin (MM) verdeutlicht Stefan Risse, Team Leader IBM Power bei ITpoint Systems AG, die Hintergründe.

MM: Warum sieht man bei ITpoint in der Power-Architektur so viel Potenzial?

Risse: Einerseits hören und spüren wir, dass der Markt für IBM Power-Systeme wieder wächst, was wohl primär businesskritischen Linux-Anwendungen wie SAP S/4HANA zu verdanken ist. Andererseits gewinnen wir laufend neue Kunden dazu, die bereits IBM i und AIX nutzen und unseren Power-Technologie-Fokus und die Services rundherum schätzen. Selbst wenn der Markt schrumpfen würde, wäre IBM Power ein Wachstumsthema für uns.

MM: Welche Services bietet ITpoint im Zusammenhang mit IBM Power an?

Risse: Nebst dem klassischen Implementieren von Vorort-Infrastrukturen sind das vor allem Managed Services. Wir können einem Kunden nicht nur eine Lösung bauen, sondern sie auch betreiben. Oder aber wir stellen ihm die Power-Ressourcen einfach «as a Service» nach dem Cloud-Modell bereit. In Verbindung mit Partnern sind auch SaaS-Ansätze möglich. Und die x86-Welt kriegt der Kunde bei Bedarf gleich dazu.

Stefan Risse2Stefan Risse, Team Leader IBM Power bei ITpoint Systems AG: «Selbst bei einem schrumpfenden Markt wäre IBM Power ein Wachstumsthema.»

MM: Wie ist ITpoint intern aufgestellt, um diese Services erbringen zu können?

Risse: Unser Unternehmen ist inzwischen enorm stark auf Managed Services ausgerichtet und kann problemlos 7×24-Betrieb gewährleisten. Mit «ORIA Prime Managed Services» haben wir eine eigene Marke zum Thema geschaffen. Unser Service-Management-System ist seit fast vier Jahren ISO 20000 zertifiziert und nutzt professionelle Tools, um die definierten Prozesse zu unterstützen. Unsere Cloud-Infrastruktur mit Power- und x86-Komponenten befindet sich in der zweiten Generation. Das Wichtigste ist aber das Know-how der Leute: Alleine für das Thema IBM Power steht uns ein 8-köpfiges, hochspezialisiertes technisches Team zur Verfügung – und bald wird es zehn Mitarbeiter umfassen.

MM: Wie offen ist ITpoint für Partnerschaften mit Anbietern von Business Software?

Risse: Nicht nur offen, sondern bestrebt sie auszubauen. Wir sind uns bewusst, dass sich Kunden oftmals gar keine Gedanken mehr über die Plattform unter der Software machen, sondern die Gesamtlösung als Service beziehen möchten. Software-Spezialisten hingegen sind froh, wenn sie nichts mit der Bereitstellung und dem Betrieb der Infrastruktur zu tun haben. Die Symbiose zugunsten eines gemeinsamen Angebots für den Kunden macht definitiv Sinn.

MM: Wie lauten die Pläne von ITpoint in Bezug auf die Power-Architektur?

Risse: Know-how weiter ausbauen, tolle Services kreieren, etablieren und kontinuierlich verbessern. Wir wollen in der Schweiz die beste Adresse für das Thema IBM Power sein. Die Marktführerschaft kommt dann von alleine.

MM: Wie hebt sich ITpoint von den internationalen Cloud-Riesen ab?

Risse: Ganz grundsätzlich durch viel mehr Kundennähe. Kunden von ITpoint, die Cloud-Services beziehen, nutzen ein mehrschichtiges Betreuungssystem, das aus Service-Managern, technischem Support und Account-Managern besteht. So ist sichergestellt, dass sich der Kunde wirklich auf sein Kerngeschäft oder seine Kernthemen konzentrieren kann und Betrieb und Weiterentwicklung seiner IT dennoch sichergestellt sind. Wir kennen ja den Kunden und seine Herausforderungen und Pläne und können darauf reagieren. Dazu kommt, dass wir Lösungen maßgeschneidert bereitstellen können und uns trotz definierter Standards nicht starr auf genau einen Ansatz einschießen müssen. Zu guter Letzt nützt es uns natürlich, dass die Cloud-Giganten fast alle die Finger lassen von «exotischeren» Betriebssystemen wie AIX und IBM i.

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